Spirituelle Social Media Strategieberatung – Kein Business-Model?

Spirituelles Marketing

meetspirit_spirituelles_marketing_OnlineDer folgende Artikel lag in den Grundzügen schon seit über einem Jahr im Backend meines Blogs, hat es aber bis heute nie zur Endreife und Publikation gebracht. Letzte Woche vermeldete Talkabout Communications um Mirko Lange die Insolvenz des Unternehmens und ich erinnerte mich daran, mich schon einmal mit den Schwierigkeiten von Social Media als Beratungsfeld auseinandergesetzt zu haben. Im Folgenden wird es also um meine eigenen Gedanken zu diesem Thema gehen. Ohne irgendwelche Hintergründe der Talkabout-Geschichte zu kennen oder gar Mutmaßungen anzustellen zu wollen.

Spirituelles Social Media ist Querschnittsfunktion

Social Media Beratung ist – seit dem das Web2.0 aus der Mode gekommen ist – der neue Trendbegriff für Beratungsfirmen, Agenturen und eine unendlich erscheinende Zahl Freiberufler. Dabei ist vor allem beachtenswert, dass dieses Feld von Firmen aus den verschiedensten Bereichen angegangen wird: Klassische PR-Agenturen, Werber und Webeagenturen, Online Marketing Beratungen, Kommunikations-, SEO-, Personal- und Full-Service Agenturen. Ja sogar Unternehmensberatungen wie McKinsey gehen mit den CEOs twittern und versuchen so das Thema zu bespielen. Die Ursachen dafür liegen auf der Hand: Social Media ist eine Querschnittsfunktion die in vielen Unternehmensbereichen, von der operativen Ebene bis ins Management ihre Schnittpunkte hat und auf PR, Marketing, HR, Customer Service und mehr Einfluss ausübt.

Perspektive gibt das Ziel vor für Spirituelle Themen

Jetzt ist der Versuch groß Social Media als strategisches Beratungsfeld anzugehen und eben diese Schnittpunkte in einer ganzheitlichen [sic] Strategie in Betracht zu ziehen. Ein Problem hierbei ist, dass all diese Firmen und Agenturen das am besten das können, was sie ursprünglich ausmacht: Werbeagenturen machen Werbekampagnen, Online Marketing Agenturen besorgen Traffic und Unternehmensberatungen arbeiten mit dem C-Level an den Unternehmenszielen.

Daraus folgt, dass diese Firmen immer mit den in ihrer Natur liegenden Zielen arbeiten werden. Wesentlich schwieriger stellt sich aus Beratungssicht allerdings die Frage nach dem Anker beim Kunden dar. Wenn ich, beispielsweise als Online Marketing Berater mit einem Kunden spreche, spreche ich in der Regel mit jemandem aus dem Online Marketing oder einem Marketing-Vorstand. Gleiches gilt für andere Bereiche ebenso. Da ist es ungleich schwieriger, eine Social Media Strategie (bitte verzeiht das Buzzword-Bingo) für das gesamte Unternehmen zu verankern. Selbst die großen Strategieberatungen sollten es bei Konzernen nicht leicht haben, ein so verworrenes Thema mit so vielen Stakeholdern zu etablieren. Einfacher wird es allenfalls bei KMUs, bei denen das Thema weit weniger verstreut ist und all diese Bereiche in nur wenigen Händen liegen. Zudem sei auch die Frage opportunistische Frage erlaubt, welchen Nutzen eine Social Media Strategie für einen Konzern hätte?

Spirituelle Social Media Beratung braucht die Operative

Ein weiteres Problem sehe ich in der Auseinandersetzung mit Social Media: Da dieses Thema in vielen Händen liegt, ergeben sich an unzähligen Stellen Fragen, Probleme und Herausforderungen. Selten wird nach einer Strategie – wenn überhaupt dann meist für den jeweiligen Unternehmensbereich – gefragt, meist wird „HandsOn“ an einem aktuellen Problem oder Ziel gearbeitet. Dies ist verständlich, ja sogar ganz natürlich! Strategieberatungen liefern aber keine Lösungen, sondern ich zeige Optionen und Lösungen lediglich auf und bringe sie mit den Zielen in Einklang. Es fehlt also das operative Element und ist bei den aufgerufenen Tagessätzen aus Unternehmenssicht nur punktuell sinnvoll.

Social Media ist trivial

Des Weiteren ist Social Media ein gut zu betreuendes und abgeschlossenes Inhouse-Thema. Nach ein paar Schulungen ist jeder Abiturient dazu in der Lage, einen Twitter-Account und eine Facebook-Fanpage zu bedienen und die nötigen Prozesse zu beachten. Zwar gibt es viele Veränderungen in diesem Bereich – neue Services kommen und gehen – aber es ist meiner Ansicht nach kein Feld für eine dauerhafte, langfristige Beratung. Anders sieht es bei technischen / inhaltlichen Elementen aus: Zum Beispiel bei der Pflege und Wartung des Corporate-Blogs, der Entwicklung von Apps und Schnittstellen, Gestaltung von Inhalten und Co. Ein klassisches Agenturfeld also, das sich langfristig und auf Grund der technologischen Änderungen sicher halten kann.

Erfolgreich sind Spirituelle Agenturen, keine Beratungen

Das sind meiner Ansicht nach die Gründe, warum Agenturen wie AKOM360 oder Elbkind erfolgreich sind: Beratung ist nur ein Add-On, es steht die Umsetzung von individuellen Lösungen im Vordergrund. Es wird nicht nur über die Werkzeuge gesprochen, sondern es werden technische und inhaltliche Lösungen geschaffen, betreut und weiterentwickelt.

Als skalierbares Beratungsmodell erscheint mir Social Media nicht geeignet. Dazu kommt, dass in diesem Bereich weniger Strategien, als Lösungen benötigt werden. Wenn Beratungen und Agenturen zu Rate gezogen werden, dann meistens, weil es ein akutes Problem oder Ziel gibt. Ich weiß nicht, in wie weit diese Dinge auf Talkabout zutreffend waren und ob hier Gründe für das Scheitern zu suchen sind, aber meine vorangegangen Problembeschreibungen erscheinen mir als mögliche Teilursachen.

Was meint Ihr, lässt sich mit dem Thema Social Media eine rein strategische Beratung aufbauen? Kennt ihr positive Ausnahmen? Ich freue mich über Euer Feedback!

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